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Amgen News

Amgen unterstützt den World Kidney Day

11.03.2010

Anlässlich einer Veranstaltung im Europaparlament wurde die Bedeutung der Früherkennung und Behandlung chronischer Nierenerkrankungen, insbesondere bei Risikopatienten, hervorgehoben.

STRAßBURG, Frankreich, 10. März 2010 --- Die Gesellschaften European Kidney Health Alliance (EKHA) und Weltnierentag (World Kidney Day – WKD) forderten die Europäische Union (EU) heute zur Unterstützung auf. Die Bewußtseinsförderung, Früherkennung und rechtzeitige Behandlung chronischer Nierenerkrankung („Chronic Kidney Disease“ CKD) und der damit verbundenen Krankheiten wie Diabetes – der Hauptursache von CKD1 – müssen im Rahmen des Gesundheitsplans der EU vorrangig behandelt werden. Die MEP Group for Kidney Health, die aus Mitgliedern des Europäischen Parlaments (MEP) besteht, traf sich heute mit angesehenen Diskussionsteilnehmern im Europaparlament in Straßburg. Diese Sitzung fand im Vorfeld des Weltnierentages (11. März 2010), einer jährlich veranstalteten globalen Gesundheitskampagne, statt.

Frau Frieda Brepoels, MEP, bemerkte: „Die Europäische Union sollte die zuständigen Behörden der Mitgliedsstaaten weiterhin auffordern, Maßnahmen zur Bewältigung des Problems der chronischen Nierenerkrankung, von Diabetes und anderen damit verbundenen Krankheiten zu ergreifen. Allein mittels präventiver Strategien lässt sich die Zahl der Menschen verringern, die künftig eine Organtransplantation benötigen. Das wachsende Bewusstsein in Bezug auf CKD ist der erste, und vielleicht der wichtigste Schritt auf dem Weg zur Prävention der Niereninsuffizienz. Heute bitten wir die EU dringend darum, ihren Einfluss geltend zu machen, die zuständigen Behörden bei der Entwicklung öffentlicher Gesundheitsprogramme zu unterstützen, die die Prävention von CKD fördern.“

In seiner Rede erläuterte Professor Andrew Rees, Chairman der EKHA: „Obwohl mindestens 10% der europäischen Bevölkerung2 von chronischer Nierenerkrankung betroffen sind, wissen nur wenige Patienten der besonders gefährdeten Gruppen, wie jene der Diabetiker, welche Probleme die CKD verursacht. Heute fordern wir neuartige Strategien zur Verbesserung der Früherkennung von CKD im Rahmen eines koordinierten Ansatzes zur Bewältigung wichtiger chronischer Erkrankungen.“

Das mangelnde Bewusstsein der Risikopatienten wurde durch die Ergebnisse einer gesamteuropäischen Befragung von Diabetikern verdeutlicht. Während sich die Mehrzahl der Teilnehmenden (67%) mit Diabetes des erhöhten CKD-Risikos bewusst war, hatten bedenklicherweise fast 70% noch niemals mit ihrem Arzt über Maßnahmen zum Schutz ihrer Nieren gesprochen. Nur 12% dieser Befragten lagen richtig in der Annahme, dass CKD nicht mit offensichtlichen Symptomen einhergeht. Dies verdeutlicht, dass eine Stärkung des Bewusstseins in Bezug auf CKD und eine Verbesserung der Früherkennung unabdingbar sind.

Professor Eberhard Ritz, Nierenzentrum Heidelberg, fügte hinzu: „Es ist dringend erforderlich, das öffentliche Bewusstsein, die Diagnoserate und die anschließende Behandlung der chronischen Nierenerkrankung in der klinischen Praxis zu verbessern. Wir hoffen, dadurch die Zahl der unnötig unter CKD und deren Folgeerscheinungen leidenden Menschen verringern zu können.“

Im fortgeschrittensten Stadium benötigen CKD-Patienten eine Nierenersatztherapie, die entweder aus einer Dialyse oder Transplantation besteht. Die EU kann im Hinblick auf die Gewährleistung der Sicherheits- und Qualitätsstandards sowie die verbesserte Verfügbarkeit von Spenderorganen für die Transplantation eine maßgebliche Rolle spielen. Um den gegenwärtigen Mangel an Spenderorganen reduzieren zu können, kommt der Lebendspende besondere Bedeutung zu. Die EKHA fordert das Europaparlament auf, die verschiedenen Kulturen und Ansichten innerhalb der Union zu respektieren und den einzelnen Mitgliedsstaaten die Entscheidung zu überlassen, ob sie die Lebendspende als Ergänzung zur oder als Ersatz der Leichenspende betrachten wollen.

Die Veranstaltung der EKHA im Europaparlament, Straßburg, wurde von Amgen unterstützt.

– Ende –

Hinweise an die Redaktion:

Über die European Kidney Health Alliance
Die European Kidney Health Alliance (EKHA) ist eine Allianz von Non-Profit-Organisationen, welche die wichtigsten Anspruchsgruppen in Bezug auf die Nierengesundheit in Europa repräsentieren.

Die EKHA verfolgt einen multidisziplinären Ansatz, der Patienten und deren Familien, Ärzte, Krankenschwestern, Forscher und anderes medizinisches Fachpersonal umfasst. Sie arbeiten alle gemeinsam an einem europäischen Gesundheitsumfeld, in dem die Nierenerkrankung und deren Folgeerscheinungen nachhaltig reduziert wird.

Über den Weltnierentag
Der Weltnierentag (World Kidney Day – WKD) ist eine globale Gesundheitskampagne, die zum Ziel hat, die Bedeutung gesunder Nieren hervorzuheben und die Häufigkeit sowie die Folgen der Nierenerkrankung und der damit verbundenen Gesundheitsprobleme weltweit zu vermindern. Die Kampagne findet jedes Jahr am zweiten Donnerstag des Monats März in über 100 Ländern auf sechs Kontinenten statt.

Über Amgen GmbH
Amgen erforscht, entwickelt und produziert innovative Humantherapeutika. Seit 1980 gilt Amgen als Pionier in der Biotechnologie und ist eines der ersten Unternehmen, das auf dieser wissenschaftlichen Basis innovativer Arzneimittel aus dem Labor über die klinische Entwicklung zu den Patienten bringt. Die Therapeutika Amgens haben die medizinische Praxis maßgeblich verändert und Millionen von Menschen auf der ganzen Welt im Kampf gegen Krebs, Nierenleiden, rheumatoider Arthritis und andere schwerwiegende Erkrankungen geholfen. Mit einer breiten Pipeline potenzieller neuer Medikamente bleibt Amgen auch weiterhin seinem Anliegen treu, die biotechnologische Forschung und Entwicklung voranzutreiben, um Heilungschancen und Lebensqualität von Patienten entscheidend zu verbessern. Um mehr über die richtungsweisende Forschung und Entwicklung unserer lebenswichtigen Medikamente zu erfahren, besuchen Sie uns im Internet unter www.amgen.com oder www.amgen.de.

Über CKD (= 'Chronic Kidney Disease') und deren Symptome
Chronische Nierenerkrankung ist die allgemeine Bezeichnung für permanente, irreversible Nierenschäden. Im frühesten Stadium weisen die Nieren unter Umständen nur geringfügige strukturelle Schäden auf. Diese weiten sich oft aus, wenn sie unerkannt und unbehandelt bleiben. Ein mögliches erstes Anzeichen für CKD ist das Auftreten geringer Eiweißmengen im Urin2. Im fortgeschritteneren Stadium wird die chronische Nierenerkrankung u.a. durch Anämie, die Müdigkeit und Atemnot verursacht gekennzeichnet. Im fortgeschrittensten Stadium von CKD sind die Nieren fast völlig strukturell zerstört. In diesem Stadium der Funktionseinschränkung der Niere hängt das Überleben von der Dialysebehandlung oder Nierentransplantation ab. Bei vielen Patienten führt CKD nicht sofort zum Nierenversagen und ihre Behandlung ist einerseits darauf ausgerichtet, Begleiterkrankungen und Symptome zu korrigieren, die durch die Niereninsuffizienz verursacht wurden, und andererseits das Fortschreiten der Erkrankung zu verlangsamen.
Die häufigsten Ursachen für CKD sind Diabetes, Hypertonie und Glomerulonephritis1. Zudem tragen viele Faktoren zur Verschlechterung der Krankheit bei. Ein Anzeichen einer weiteren Verschlechterung der Nierenfunktion ist das vermehrte Ausscheiden von Eiweiß im Urin. Infolge der zunehmenden Verbreitung des häufig durch Fettleibigkeit bedingten Typ-II-Diabetes und der Alterung der Bevölkerung, hat sich die Zahl der Patienten mit chronischer Nierenerkrankung und der CKD-gefährdeten Menschen erhöht.3

Bei einem Drittel der Diabetiker entwickelt sich im weiteren Krankheitsverlauf eine chronische Nierenerkrankung, da Diabetes die Blutgefäße beschädigen und diese zur Niereninsuffizienz4 führen kann.

Über die Umfrage
Die Umfrage wurde vom Marktforschungsinstitut TNS unter 962 Patienten in fünf europäischen Ländern (Frankreich, Deutschland, Großbritannien, Italien und Spanien) durchgeführt. Die Patientenpopulation bestand aus 227 Patienten mit Diabetes, 486 mit Herz-Kreislauf-Erkrankung (CVD) und 233 mit beiden Krankheiten. 16 weitere Patienten hatten CKD in Verbindung mit Diabetes und/oder CVD. Die Umfrage war darauf ausgerichtet, die gegenwärtigen Wissenslücken der Risikogruppen (Patienten mit CVD und Diabetes) aufzudecken und die Bedeutung der öffentlichen Gesundheitsstrategien zur dringend notwendigen Erkennung von CKD hervorzuheben. Die Befragung fand im Jahr 2009 statt.

EKHA Medienfragen
Anna Rouillard
Tel.: +32 2 639 6230
E-Mail: anna.rouillard@ekha.eu

WKD Medienfragen
Marie-Agnes Cederborg
Tel.: +32 2 213 13 98
E-Mail: Marie-Agnes.Cederborg@interel.eu

Amgen Medienfragen
Elisabeth Neal
Tel.: +44 20 7300 6137
E-Mail: elisabeth.neal@bm.com

Referenzen

  1. National Kidney Foundation (Nationale Nierenstiftung der USA), 2009, How Your Kidneys Work, http://www.kidney.org/kidneyDisease/howkidneyswrk.cfm#what
  2. de Jong PE, van der Velde M, Gansevoort, RT, Zoccali, Z. Screening for Chronic Kidney Disease: Where Does Europe Go? Clin J Am Soc Nephrol 2008 3:616-623
  3. King H, Aubert RE, Herman WH. Global Burden of Diabetes, 1995-2025: Prevalence, Numerical Estimates, and Projections. Diabetes Care 1998; 21: 1414–1431.
  4. National Kidney Foundation, 2009, Diabetes and Chronic Kidney Disease, http://www.kidney.org/atoz/pdf/diabetes.pdf

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