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Klinische Prüfungen

Amgen beschäftigt sich mit der Entwicklung neuer Therapien zur Behandlung schwerer Krankheiten - ein langer und komplexer Prozess. Einer der wichtigsten Schritte in diesem Prozess sind die klinischen Studien verschiedener Phasen, in denen die zu prüfende Medikation und ihre Wirkung an gesunden Probanden und freiwilligen Patienten untersucht werden.

Einleitung
Was ist eine klinische Prüfung?
Warum nimmt jemand an einer klinischen Prüfung teil?
Welche Risiken sind mit klinischen Studien verbunden?
Was ist ein Placebo?
Welche Vorteile hat die Teilnahme an einer klinischen Prüfung?
Wo werden klinische Prüfungen durchgeführt?
Welche Aufnahmebedingungen muss ich für eine Teilnahme erfüllen?
Kann jemand ohne sein Wissen in eine klinische Prüfung eingeschlossen werden?

 

Einleitung

Der Weg eines neuen Medikamentes von der Forschung bis zur Markteinführung ist ein langwieriger, komplexer und kontrollierter Prozess. Langwierig, weil er von der Erforschung bis zur Zulassung etwa 10 bis 12 Jahre umfasst. Komplex und kontrolliert, weil strenge gesetzliche Vorgaben zur Sicherheit und Wirksamkeit des Medikamentes erfüllt sein müssen.

Einer der wichtigsten Schritte in diesem Prozess ist die klinische Prüfung - eine Studie, innerhalb derer ein Medikament bei freiwilligen Probanden angewendet und auf seine Wirkung untersucht wird. Ziel dieser Prüfungen ist es, den Nutzen neuer Arzneimittel für den Menschen nachzuweisen. Bevor es jedoch so weit ist, müssen sich Freiwillige melden und teilnehmen - eine Entscheidung, die nicht nur dem Einzelnen nützen, sondern auch sehr vielen anderen Menschen zu Gute kommen kann.

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Was ist eine klinische Prüfung?

Eine klinische Prüfung ist eine sorgfältigst überwachte Untersuchung am Menschen, die der Zulassung eines Arzneimittels für die breite Anwendung vorgeschaltet wird.

Klinisch bedeutet, dass die Untersuchung in einem Krankenhaus oder einer ärztlichen Praxis durchgeführt wird, wo der Arzt sowie weiteres medizinisches Fachpersonal einen Patienten beobachten. Eine Prüfung ist eine Studie, in der die Wirksamkeit und Sicherheit eines Arzneimittels an einer Patientengruppe oder an Probanden untersucht wird.

Bevor ein Medikament jedoch in die klinische Prüfphase eintritt, wird es umfassend sowohl in der Grundlagenforschung als auch in vorklinischen Untersuchungen in Labor- und Tierversuchen getestet. Die Art der Untersuchungen richtet sich nach der geprüften Krankheit und hängt ferner davon ab, ob Tiere unter derselben Krankheit leiden können. Diese Form der Forschung ist außerordentlich wichtig, um Informationen zum potenziellen Nutzen und Risiko eines Arzneimittels zu sammeln, bevor es am Menschen geprüft wird.

Es ist wichtig zu wissen, dass sowohl die Grundlagenforschung als auch die Forschung im Rahmen klinischer Prüfungen sorgfältigst überwacht, kontrolliert und dokumentiert werden. Die Wirksamkeit neuer Medikamente muss belegt sein, bevor diese auf den Markt kommen.

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Warum nimmt jemand an einer klinischen Prüfung teil?

Die Beweggründe sind so unterschiedlich wie die Menschen selbst.

Manche haben eine Krankheit, für die es noch keine Behandlung gibt. Eine klinische Prüfung kann die Möglichkeit bieten, endlich eine Medikation zu finden, die helfen könnte.

Und dann gibt es noch jene Freiwilligen, die dazu beitragen möchten, Antworten auf wissenschaftliche oder medizinische Fragen zu finden, von denen andere Menschen künftig profitieren könnten.

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Welche Risiken sind mit klinischen Studien verbunden?

Arzneimittel werden in klinischen Studien geprüft, weil noch nicht jede Einzelheit über sie bekannt ist. So können beispielsweise Probleme bei der Behandlung auftreten, die erst nach Therapiebeginn sichtbar werden.

Die mit klinischen Prüfungen möglicherweise verbundenen Risiken können variieren – je nachdem, welche Krankheit behandelt wird. Für dieses Risikopotenzial erfolgt eine sehr sorgfältige Abwägung, und zwar nicht nur seitens des behandelnden Arztes, sondern auch durch den Prüfarzt, die zuständige Bundesbehörde und Ethikkommissionen. (Eine Ethikkommission ist eine Gruppe von Ärzten, Wissenschaftlern, Patientenvertretern, Rechtsvertretern und Laien, die eine klinische Studie nach Abwägen des Nutzens und Risikos hinsichtlich ihrer ethischen Vertretbarkeit überprüfen.)

Sollte irgendetwas beobachtet werden, das die Patienten in der klinischen Prüfung gefährden könnte, so werden die Studienteilnehmer vom Prüfarzt entsprechend benachrichtigt, und die Prüfung kann gestoppt oder auch ausgesetzt werden, bis mehr Informationen vorliegen.

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Was ist ein Placebo?

Ein Placebo ist ein wirkstofffreies Scheinmedikament, das verwendet wird, um die Wirksamkeit eines aktiven Mittels oder einer aktiven Behandlung zu untersuchen und mehr über dessen Wirkungsweise zu erfahren. Es wird in klinischen Prüfungen als eines von vielen möglichen Verfahren eingesetzt. Da Patient und medizinisches Fachpersonal nicht wissen, welchen Probanden ein Placebo verabreicht wird und welchen nicht, können klinische Prüfungen unbeeinflusst durchgeführt werden. Eine starke Konzentration auf die Patientengruppe, die das neue Präparat erhält, kann vermieden und eine unabhängige, objektive Beurteilung der Ergebnisse sichergestellt werden.

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Welche Vorteile hat die Teilnahme an einer klinischen Prüfung?

Die Teilnahme an einer klinischen Prüfung bietet eine Reihe potenzieller Vorteile. Dazu gehören:

  • Die Möglichkeit an der Untersuchung eines neuen Arzneimittels teilzunehmen, das anderweitig nicht erhältlich wäre.
  • Enger Kontakt mit einem Behandlungsteam zur besseren Bewertung des Krankheitsverlaufs.
  • Beitrag zur medizinischen Forschung, die anderen Patienten in der Zukunft helfen kann.

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Wo werden klinische Prüfungen durchgeführt?

Klinische Prüfungen sind in vielfältigen Einrichtungen möglich. Einige werden in Krankenhäusern, andere direkt in der Arztpraxis, wieder andere in speziellen Forschungszentren durchgeführt.

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Welche Aufnahmebedingungen muss man für eine Teilnahme erfüllen?

Wer an einer klinischen Prüfung teilnehmen möchte, sollte dies mit seinem behandelnden Arzt besprechen. Das ist der beste Weg, um zu erfahren, ob es eine für den Interessenten geeignete klinische Prüfung gibt und wo diese durchgeführt wird. Die Patienten werden einer Vorauswahl (auch „Screening” genannt) unterzogen, um festzustellen, ob sie für eine bestimmte Prüfung in Frage kommen. Manchmal umfasst das „Screening” lediglich eine Reihe von Fragen und Antworten. In anderen Fällen können Labortests erforderlich werden, die allerdings nur nach Einwilligung des Patienten vorgenommen werden.

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Kann jemand ohne sein Wissen in eine klinische Prüfung eingeschlossen werden?

Nein. Die klinische Forschung ist durch die Gesetzgebung und den ärztlichen Berufsstand streng reguliert. Patienten sind vor unerlaubter Forschung geschützt, denn zur Teilnahme an einer Studie ist eine schriftliche Zustimmung in Form einer Einverständniserklärung vorgeschrieben.

Einverständniserklärung bedeutet, dass der Prüfarzt seinen Patienten die klinische Prüfung genau erklärt und Ihnen - zusammen mit einem Einwilligungsformular - möglicherweise ein Informationspaket über die Prüfung aushändigt. Das Einwilligungsformular enthält Informationen zur Studiendauer und Abschluss, zu potenziellen Nebenwirkungen des zu prüfenden Arzneimittels, soweit diese bekannt sind und zu den Rechten des Patienten z.B. bezüglich eines Studienabbruchs.

In dem Einwilligungsformular wird weiter erklärt, wie das Studienprotokoll angelegt ist, ob ein Placebo verwendet wird oder nicht und welche Tests notwendig sein werden.

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