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KARDIOLOGIE

Zu hohes Cholesterin:
der Genmutation auf der Spur

Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind die häufigste Todesursache in Deutschland. Fettstoffwechselstörungen wie zum Beispiel ein erhöhter LDL-Cholesterin-Wert bilden ein hohes Risiko. Die Erforschung von Fettstoffwechselstörungen ist ein Schwerpunkt von uns im Bereich der Kardiologie.

Wenn Arterien durch Ablagerungen verstopfen und die Blutzufuhr zum Herzen eingeschränkt wird, kann dies zu Herzinfarkt, Schlaganfall oder einer peripheren arteriellen Verschlusskrankheit führen. Eine der Hauptursachen für Arterienverkalkung sind Fettstoffwechselstörungen wie zum Beispiel ein erhöhter LDL-Cholesterin-Wert. Dieses „schlechte Cholesterin“ spielt bei der Bildung von arteriellen Plaques eine zentrale Rolle. Besonders gefährdet sind Patienten, die aufgrund einer vorliegenden erblichen Erkrankung – der familiären Hypercholesterinämie – besonders hohe LDL-Cholesterin-Werte haben und bei denen eine herkömmliche cholesterinsenkende Therapie mit Statinen häufig nicht ausreicht.

Genmutation als Ursache entdeckt

Die familiäre Hypercholesterinämie ist ein Beispiel für eine schwere Erkrankung, die ihre Ursache in der Mutation eines Gens hat. Die Veränderung betrifft das Gen für den wichtigen LDL-Rezeptor. Normalerweise helfen diese Rezeptoren der Leber, das „schlechte“ LDL-Cholesterin aus dem Blut herauszufiltern. Das PCSK9-Protein aber stört diesen Prozess, da es die LDL-Rezeptoren bindet, zu deren Abbau in der Leberzelle führt und sie somit für die Aufnahme von LDL-Cholesterin nicht mehr zur Verfügung stehen. Das führt unweigerlich zu erhöhten Cholesterinwerten.

Von der Biologie zur Therapie

Mit der Entdeckung der Genmutation und mit dem Verständnis für die Biologie der Erkrankung begann unsere Suche nach einer Therapie. In mehreren Schritten identifizierten wir einen geeigneten Antikörper gegen das Protein PCSK9. Es handelte sich um eine neue Wirkstoffklasse: monoklonale Antikörper, die das Protein PCSK9 hemmen. Die PCSK9-Hemmer können die Wirkung des Proteins „neutralisieren“ und dadurch zu einer Senkung des LDL-Cholesterin-Spiegels führen.

Patienteninformationen

www.cholesterin-senken.de