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München gipst

München, 7. Mai 2013 – Ärzte, Medizinstudenten, Osteoporose-Patienten, Angehörige, Prominente und andere Engagierte lassen sich auf dem Gelände der Chirurgischen Klinik der Ludwig-Maximilians-Universität am Campus Innenstadt einen Gipsverband anlegen. Damit wollen sie auf die rund 730.000 Knochenbrüche hinweisen, die Patienten aufgrund von Osteoporose jährlich erleiden. Viele dieser Brüche wären vermeidbar, gäbe es ein stärkeres Bewusstsein für den Knochenschwund und eine bessere medizinische Versorgung.

Mit der Aktion MÜNCHEN GIPST erklären sich die Beteiligten solidarisch mit den Betroffenen und möchten die Öffentlichkeit darauf aufmerksam machen, dass Osteoporose oft erst spät erkannt und eine entsprechende Therapie nicht durchgeführt wird. Dabei ist das Leiden der Betroffenen – meist Frauen im fortgeschrittenen Alter – oft sehr groß. Schmerzen, Bewegungseinschränkungen und Folgeerkrankungen bis hin zu Pflegebedürftigkeit prägen häufig ihren Alltag. Für all dies steht die Aktion.

„Anders als früher können wir heute auf eine Vielzahl von Methoden zugreifen – sowohl in der Vorsorge, als auch in der Therapie. Ein Gipsverband steht hier im Grunde nicht an erster Stelle“, so Prof. Dr. med. Wolf-Eberhard Mutschler, Direktor der Klinik. Er hat den Bedarf für eine bessere Versorgung Osteoporosekranker schon vor vielen Jahren erkannt und in München eines der führenden Osteoporose-Zentren Deutschlands etabliert.

Doch auch der medizinische Nachwuchs nimmt sich der Sache an und engagiert sich bei der Aktion. Ein schöner Nebeneffekt: Die Ober- und Unterarmgipse werden nicht nur für die Solidaraktion angelegt, sondern dienen anlässlich eines „Gipskurses“ auch zum Zwecke der Übung für die angehenden Ärzte. Das Unternehmen 3M unterstützt diese Aktion, indem es die Materialien (moderne Kunstoffcasts) für die Verbände zur Verfügung stellt.

Und nicht nur München gipst: „Das Klinikum München bildet den Auftakt. Andere Osteoporose-Zentren in Berlin, Würzburg, Gießen und Hamburg beteiligen sich ebenfalls an der Aktion. Dann sprechen wir nicht mehr von ‚München gipst’, sondern von ‚Deutschland gipst’ und können viele Menschen inklusive der Verantwortlichen aus der Gesundheitspolitik erreichen, um diese für die Bedeutung der Erkrankung zu sensibilisieren“, wünscht sich Prof. Dr. med. Matthias Schieker, Leiter der Spezialsprechstunde für Osteoporose und Alterstraumatologie und Initiator der Aktion.

Die Aktion „Deutschland gipst“ findet im Rahmen der bundesweiten Initiative GEMEINSAM FÜR STARKE KNOCHEN (www.osteoporose.de), die von den Unternehmen AMGEN und GlaxoSmithKline ins Leben gerufen wurde, statt. Mehr Bewusstsein für Osteoporose zu schaffen sowie einen partnerschaftlichen Dialog zwischen Patienten und Ärzten über Möglichkeiten der Vorbeugung und Behandlung anzustoßen, sind die Ziele der Initiative. Schirmherrin ist die ehemalige Leichtathletin, Olympiasiegerin und Diplom-Sportlehrerin, Heide Ecker-Rosendahl, die auch in München vor Ort ist und sich an der Aktion beteiligt.

Die konkreten Forderungen der Initiative lauten:
•    Eine lückenlose Osteoporose-Abklärung aller Frauen ab 70 Jahren
•    Konsequente Durchführung eines Risikotests bei Frauen ab 50 Jahren
•    Effiziente medikamentöse Therapie bei entsprechender Diagnose

ÜBER OSTEOPOROSE:
Osteoporose ist eine der am stärksten unterschätzten Erkrankungen in Deutschland.
3,1 Millionen Knochenbrüche gehen jährlich in Europa auf den Knochenschwund zurück. Unter anderem aufgrund des sinkenden Östrogenspiegels nach den Wechseljahren sind Frauen sehr viel häufiger betroffen als Männer. Die Erkrankung ist tückisch, da sie lange Zeit keine Beschwerden verursacht und erst dann entdeckt wird, wenn es plötzlich zu Knochenbrüchen kommt. Diese Brüche sind schmerzhaft und können gerade bei älteren Menschen zu einer Reihe von Folgeerkrankungen bis hin zu Pflegebedürftigkeit führen. Doch selbst mit Knochenbrüchen werden Patientinnen häufig nicht auf eine Osteoporose hin untersucht und behandelt. Im Gegenteil: Das fortschrittliche Deutschland ist in der medikamentösen Versorgung von Osteoporose-Patienten Schlusslicht in Europa. So zeigt eine Studie der internationalen Osteoporose-Stiftung (IOF), dass nur 25 Prozent der behandlungsbedürftigen Patienten eine adäquate Therapie erhalten.1 Die in Deutschland durchgeführte BEST-Studie besagt sogar, dass nur jeder zweite Patient mit einem Osteoporose-bedingten Knochenbruch eine adäquate Therapie erhält.2 Die Gründe dafür sind unterschiedlich und liegen unter anderem in der fehlenden Diagnosestellung. Ein weiterer Grund ist die mangelnde Therapietreue, da viele Patientinnen wegen komplizierter Einnahmeregeln oder Unverträglichkeiten ihre Therapie vorzeitig beenden. Dabei hat sich hier viel getan: Ärzte können heute auf eine Vielzahl wirksamer und verträglicher Medikamente zurückgreifen, die zudem auch bequemer in der Anwendung sind als noch vor wenigen Jahren.

Literatur:
1 O. Ström et al., Arch Osteoporos (2011) 6: 59-155
2 P. Hadji, Präsentation im Rahmen des Osteologiekongresses am 30.03.12 in Basel

GEMEINSAM FÜR STARKE KNOCHEN ist eine Initiative der Unternehmen AMGEN und GlaxoSmithKline.

Weitere Information: www.osteoporose.de

Kontaktdaten:
Prof. Dr. Matthias Schieker
Klinik für Allgemeine, Unfall-, Hand- und Plastische Chirurgie
Nussbaumstraße 20
80336 München
E-Mail: matthias.schieker@med.uni-muenchen.de

Medizin & Markt GmbH
Stefanie Mayer
Dachauer Straße 36
80335 München
Tel.: 089 / 38 39 30-27
E-Mail: mayer@medizin-und-markt.de


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