Blutfettwerte im Blickpunkt: Cholesterinwerte kennen kann helfen

Infografik: Tag des Cholesterins

 

  • Tag des Cholesterins soll Bewusstsein für hohe Cholesterinwerte als Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen steigern
  • Cholesterinmessung schafft Gewissheit
  • LDL-Cholesterinwerte werden bei der Behandlung der Risikofaktoren noch nicht ausreichend beachtet

München (11.06.2019) Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie ein Herzinfarkt oder ein Schlaganfall sind Todesursache Nummer 1 in Deutschland.(1) Ein zu hoher LDL-Cholesterinwert (Low Density Lipoprotein) kann eine Ursache dafür sein. Die Deutsche Gesellschaft zur Bekämpfung von Fettstoffwechselstörungen und ihren Folgeerkrankungen DGFF (Lipid-Liga) e. V. rückt am 14. Juni mit dem bundesweiten Tag des Cholesterins bereits zum 17. Mal den Risikofaktor Cholesterin für kardiovaskuläre Erkrankungen in den Blickpunkt.

Die Lipid-Liga ruft mit dem Tag des Cholesterins vor allem Apotheken, Betriebe, Praxen und Kliniken auf, sich mit der Durchführung von Tests der Blutfettwerte und weiteren Informationen für die gesundheitliche Aufklärung zu beteiligen. Damit soll die Öffentlichkeit verstärkt für zu hohes Cholesterin als Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen sensibilisiert werden. Das Bewusstsein sei in den vergangenen Jahren zwar gestiegen, so die DGFF, manche Menschen seien gleichzeitig aber auch verunsichert und kennen den Zusammenhang von Cholesterin und Herz-Kreislauf-Erkrankungen nicht.

Risikofaktor LDL-Cholesterin
Umfangreiche Daten aus diversen Studien belegen, dass erhöhte LDL-Cholesterinwerte mit einer erhöhten Rate an Herzinfarkten einhergehen.(2) Zu hohes Cholesterin ist einer der Hauptfaktoren für die Entstehung und das Voranschreiten einer Atherosklerose. Befindet sich zu viel LDL-Cholesterin oder auch „schlechtes Cholesterin“ genannt im Blut, kann es sich in den Wänden der Blutgefäße ablagern. Begünstigt durch weitere Risikofaktoren wie z. B, Bluthochdruck, Rauchen, Diabetes und Übergewicht können arterielle Plaques entstehen, die die Gefäße verengen und den Blutfluss beeinträchtigen.(3) Dies kann bis hin zu einem akuten Verschluss dieser Gefäße und damit in einem Herzinfarkt oder Schlaganfall resultieren.

Gerade für Patienten, die bereits einen Herzinfarkt oder Schlaganfall erlitten haben, ist das Risiko für ein weiteres kardiovaskuläres Ereignis besonders hoch (4). Die Senkung des LDL-Cholesterins ist daher einer der wichtigsten und wirksamsten Faktoren zur Reduktion des Risikos für Atherosklerose und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.(5) „Die Cholesterinmessung ist ein einfacher, aber wichtiger Schritt, um das Risiko zu erkennen und zu minimieren“, sagt Dr. Roman Stampfli, Geschäftsführer der Amgen GmbH. „Daher sollte jeder seine Cholesterinwerte kennen.“

Der LDL-Cholesterinwert wird in der derzeitigen Behandlung der Risikofaktoren jedoch nicht ausreichend beachtet: Im Rahmen einer Studie des Robert-Koch-Instituts wurden Menschen zwischen 18-79 Jahren gefragt, ob sie wissen, dass ihr Cholesterinwert erhöht ist. 58 Prozent wussten es nicht.(6) Nur 64 Prozent der Patienten mit einem hohen oder sehr hohen kardiovaskulären Risiko werden von ihrem Hausarzt bezüglich dieser Indikation behandelt.(7) Eine andere Studie stellte fest, dass lediglich bei 20 Prozent der behandelten Patienten mit einem hohen oder sehr hohen kardiovaskulären Risiko mit einer Behandlung der Zielwert erreicht wird.(8)

Die Ursachen sind vielfältig
Nur rund 25 Prozent des Cholesterins werden durch Lebensmittel aufgenommen, 75 Prozent bildet der Körper selbst.(9) Krankheiten wie eine Schilddrüsenunterfunktion können zu erhöhten Cholesterinwerten führen (10), und es gibt Patienten mit einer genetischen Veranlagung zu erhöhten Cholesterinwerten, der sogenannten Familiären Hypercholesterinämie – eine der häufigsten genetischen Erkrankungen. In Deutschland sind rund 270.000 Menschen davon betroffen.(11) Sie äußert sich in einer Mutation eines Gens, so dass das LDL-Cholesterin nicht oder nur unvollständig aus dem Blut herausgefiltert werden kann. Betroffene haben ein 13-fach erhöhtes Risiko für eine koronare Herzerkrankung im Vergleich zur Normalbevölkerung.(12) Die Familiäre Hypercholesterinämie führt zu früher Manifestation der Atherosklerose im Leben, was einen Verlust im Mittel von 15 bis 21 Lebensjahren für Betroffene bedeutet.(13)

Weitere Informationen zum Zusammenhang von Cholesterin und Herz-Kreislauf-Erkrankungen finden Sie im Internet unter www.cholesterin-neu-verstehen.de.

Über Amgen
Amgen ist ein weltweit führendes unabhängiges Biotechnologie-Unternehmen, das mit nahezu 20.000 Mitarbeitern in fast 100 Ländern weltweit seit fast 40 Jahren vertreten ist. In Deutschland arbeiten wir an drei Standorten mit über 750 Mitarbeitern jeden Tag daran, Patienten zu helfen. Weltweit profitieren jährlich Millionen von Patienten mit schweren oder seltenen Erkrankungen von unseren Therapien. Unsere Arzneimittel werden in der Nephrologie, Kardiologie, Hämatologie, Onkologie, Knochengesundheit und bei chronisch-entzündlichen Erkrankungen eingesetzt. Neben Originalpräparaten beinhaltet unser Portfolio auch Biosimilars. Wir verfügen über eine vielfältige Pipeline. www.amgen.de

Pressekontakt
Bettina Jödicke-Braas, E-Mail: communication@amgen.de, Telefon: 089-149096-1627

Referenzen
1.    www.gbe-bund.de; Sterbefälle, Sterbeziffern (je 100.000 Einwohner, altersstandardisiert, ab 1998) (letzter Abruf: Mai 2019)
2.    Ference BA et al. Eur Heart J. 2017; 38: 2459-2472
3.    Halcox JP et al. PLoS ONE. 2015;10(2): e0115270. doi:10.1371/journal.pone.01152702015.
4.    Hess CN et al. Differential occurrence, profile, and impact of first recurrent cardiovascular events after an acute coronary syndrome. Am Heart J 2017; 187:194-203. DOI: http://dx.doi.org/10.1016/j.ahj.2017.01.016. Abgerufen am 30.07.2018
5.    Mannsverk et al. Circulation. 2016;133:74-81
6.    Scheidt-Nave et al. Bundesgesundheitsblatt. 2013;56:661-667.
7.    März et al. Artherosclerosis. 2018;268:99-107.
8.    Fox et al. Clinical Research in Cardiology. 2018;107:380-388.
9.    https://www.cholesterinspiegel.de/cholesterin-was-ist-das/
10.    https://www.gesundheitsinformation.de/erhoehte-cholesterinwerte.2178.de.html
11.    Schmidt N, Schmidt B, Dressler A et al. Familial hypercholesterolemia in primary care in Germany. Diabetes and cardiovascular risk evaluation: Targets and Essential Data for Commitment of Treatment (DETECT) study. Atherosclerosis 2017;266:24-30
12.    Goldberg AC et al. J Clin Lipidol. 2011;5:S1–8
13.    Mundal et al. J Am Heart Assoc. 2014;3:e001236 doi:10.1161/JAHA.114.001236

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