Fakten zur Forschung für neue Medikamente: Hätten Sie das gewusst?

  • Die Entwicklung neuer Therapien bis zur Anwendung dauert durchschnittlich über 13 Jahre
  • Nur ein Bruchteil der untersuchten Substanzen sind als Wirkstoff geeignet
  • Einer Umfrage zufolge sehen die meisten Deutschen vor allem die Vorteile der medizinischen Forschung

München (06.06.2019) – Die Entwicklung eines neuen Medikaments beginnt mit der Suche nach einer Substanz, die viele ideale Eigenschaften aufweisen muss, um als Wirkstoff geeignet zu sein. Auf jeden dieser Wirkstoffe kommt ein Vielfaches an Substanzen, die in Tests nicht alle Kriterien erfüllen. Nach einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Biotechnologie-Unternehmens Amgen unterschätzen neun von zehn Deutschen die Dauer und 79 Prozent die Forschungs- und Entwicklungskosten für ein neues Medikament. (1) Es vergehen durchschnittlich über 13 Jahre von den ersten Tests im Labor bis zur Zulassung, und Pharmaunternehmen investieren zwischen 1 und 1,6 Milliarden US-Dollar dafür. (2)

Von der Idee bis zur ersten Zulassung eines Arzneimittels ist es ein langer Weg. Rund 5.000 bis 10.000 Substanzen müssen Forscher durchschnittlich untersuchen, um einen Wirkstoff zu finden. (2) Die Substanzen müssen den Zielort im Körper erreichen, an dem sie wirken sollen, ohne vorher abgebaut oder ausgeschieden zu werden, und sich mit Molekülen des Körpers oder eines Erregers verbinden. Und schließlich müssen sie vom Körper wieder abgebaut oder ausgeschieden werden können. (2) Nur rund neun der bis zu 10.000 untersuchten Wirkstoffe kommen in die erste Phase der klinischen Studien, in denen Arzneimittel nach ihrer Verträglichkeit, Sicherheit sowie Wirksamkeit am Menschen überprüft werden. Nach weiteren Studien erreicht von diesen neun Wirkstoffen meist nur einer als Arzneimittel tatsächlich die Patienten. Durchschnittlich benötigen die Wissenschaftler der Pharmaforschung über 13 Jahre, um ein Arzneimittel zu entwickeln, das seine Wirksamkeit voll entfaltet und möglichst wenige Nebenwirkungen erzeugt. In dieser Zeit durchläuft der Prototyp mehrere Langzeitstudien sowohl an gesunden als auch an kranken Menschen. Die Entwicklungkosten für ein Medikament mit neuem Wirkstoff, das es zur Zulassung schafft, liegen zwischen 1 und 1,6 Milliarden US-Dollar. Ein Großteil nimmt die klinische Entwicklung ein, insbesondere die logistisch aufwändigen, multinationalen Phase-III-Studien. (2)

Deutsche haben hohe Erwartungen an die medizinische Forschung
Jedes verschreibungspflichtige Medikament, das den Patienten erreicht, hat bis zur Zulassung diese lange Entwicklungs- und Erprobungsphase durchlaufen. Laut einer Umfrage glauben 57 Prozent der Deutschen jedoch, dass die Entwicklung eines neuen Arzneimittels weniger als zehn Jahre dauert. (1) Neun von zehn der Befragten schätzen die Kosten auf weniger als 100 Millionen Euro. Demgegenüber steht die Erwartungshaltung, dass forschende Pharmaunternehmen neue Therapien gegen schwere Krankheiten finden. Fast sechs von zehn Deutschen vertrauen darauf, dass den Forschern der Durchbruch bei Krebs gelingt. Und 91 Prozent fordern eine Verstärkung der Forschung sowohl für seltene als auch für weit verbreitete Krankheiten. Die Mehrheit der Befragten sieht demnach die Expertise für die Erforschung von Erkrankungen und für die Entwicklung wirksamer Arzneimittel bei den Pharmaunternehmen. Und von der Bundesregierung wünschen sich 60 Prozent mehr finanzielle Unterstützung in Form von Forschungssubventionen. (1) „Unser Antrieb ist es, mit neuartigen und innovativen Medikamenten schwere Krankheiten behandeln zu können – auch Volkskrankheiten wie Krebs, Osteoporose und Herz-Kreislauf-Erkrankungen, die vor dem Hintergrund des demografischen Wandels immer größere Bedeutung gewinnen werden“, sagt Dr. Roman Stampfli, Geschäftsführer der Amgen GmbH.

Medizinischer Fortschritt durch Biotechnologie
Auch die Forschung entwickelt sich weiter. Im Jahr 2017 wurden erstmals mehr Biopharmazeutika – biotechnologisch hergestellte Medikamente – als chemisch-synthetische Medikamente neu zugelassen. (3) Die biotechnologische Herstellung ist die Grundlage für die meisten modernen Medikamente gegen schwere Erkrankungen wie Krebs oder rheumatische Krankheiten. „Als Experten in der Biotechnologie nutzen wir seit 40 Jahren die biotechnologischen Möglichkeiten, um Patienten mit schweren Erkrankungen das volle Potenzial der Biologie zugänglich zu machen“, erklärte Dr. Roman Stampfli. „In Deutschland laufen derzeit 34 aktive Studien in allen Studienphasen. Amgen arbeitet mit 181 Studienzentren zusammen, die klinische Studien in verschiedenen Indikationen durchführen.“

„Die Herstellung von biotechnologischen Arzneimitteln ist sehr komplex“, ergänzte Dr. Stampfli. „Um einen vollständigen Mehrwert zu erzielen, unterstützen wir als Partner der Ärzte mit umfassenden Informationen und speziell entwickelten Programmen. So stellen wir die bestmögliche Versorgung der Patienten sicher. Zusammen mit dem Start-up-Unternehmen SMARTPATIENT wurde für den Bereich Kardiologie beispielsweise eine Erinnerungs-App für Patienten entwickelt, die per Push-Nachrichten über Herz-Kreislauf-Erkrankungen und hohe LDL-Cholesterinwerte informiert und die Patienten motiviert, darüber mit dem Arzt zu sprechen.“

Über Amgen
Amgen ist ein weltweit führendes unabhängiges Biotechnologie-Unternehmen, das mit nahezu 20.000 Mitarbeitern in fast 100 Ländern weltweit seit fast 40 Jahren vertreten ist. In Deutschland arbeiten wir an drei Standorten mit über 750 Mitarbeitern jeden Tag daran, Patienten zu helfen. Weltweit profitieren jährlich Millionen von Patienten mit schweren oder seltenen Erkrankungen von unseren Therapien. Unsere Arzneimittel werden in der Nephrologie, Kardiologie, Hämatologie, Onkologie, Knochengesundheit und bei chronisch-entzündlichen Erkrankungen eingesetzt. Neben Originalpräparaten beinhaltet unser Portfolio auch Biosimilars. Wir verfügen über eine vielfältige Pipeline. www.amgen.de

Pressekontakt
Bettina Jödicke-Braas, E-Mail: communication@amgen.de, Telefon: 089-149096-1627

Referenzen
1.    Amgen-Studie „Einstellungen zu Prävention und neuen Therapieansätzen“, Marktforschungsinstitut Toluna, August 2018
2.    www.vfa.de/de/arzneimittel-forschung/so-funktioniert-pharmaforschung/so-entsteht-ein-medikament.html
3.    Biotech-Report 2018

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