Mit Originalpräparaten und Biosimilars chronisch-entzündliche Erkrankungen behandeln

Chronisch-entzündliche Erkrankungen sind ein weiteres Therapie- und Forschungsgebiet von uns und auch ein Bestandteil unseres Biosimilar-Programms. Zu chronisch-entzündlichen Erkrankungen zählen u.a. Morbus Crohn, Colitis ulcerosa, Psoriasis-Arthritis, Plaque-Psoriasis, rheumatoide Arthritis und das Behçet-Syndrom.


© Getty Images, National Institutes of Health/Stocktrek Images & Juan Gaertner/Science Photo Library

Bei vielen der chronisch-entzündlichen Erkrankungen spricht man von einer Autoimmunerkrankung – einer fehlgeleiteten Reaktion des körpereigenen Immunsystems. Die weißen Blutkörperchen stufen nicht nur Fremdkörper, sondern auch gesundes Gewebe als gefährlich ein und greifen es an.

Chronisch-entzündliche Erkrankungen sind in Deutschland weit verbreitet, allein an der rheumatoiden Arthritis leiden über 660.000 Menschen. Fehlgesteuerte Immunzellen wandern in die Gelenke und produzieren dort entzündungsfördernde Botenstoffe. An Schuppenflechte (Psoriasis) sind rund zwei Millionen Menschen erkrankt. Gerötete, schuppige und schmerzhafte Stellen auf der Haut zählen zu den typischen Symptomen. In Verbindung mit Schuppenflechte tritt auch die Psoriasis-Arthritis, eine chronisch-entzündliche Gelenkerkrankung, auf. Auch an Morbus Crohn und Colitis ulcerosa erkranken viele Menschen in Deutschland. Etwa 470.000 Personen sind von den entzündlichen Darmerkrankungen betroffen.

Hingegen tritt das Behçet-Syndrom nur bei einem von 100.000 Menschen in Deutschland auf und zählt deshalb zu den seltenen Erkrankungen. Es handelt sich um eine entzündliche Gefäßerkrankung (Vaskulitis) mit rheumatischen Symptomen. Da die Entzündungen in jedem Organsystem auftreten können, sind die Symptome vielfältig und die Krankheit wird oft nicht direkt erkannt. Ein häufiges Symptom sind jedoch widerkehrende Geschwüre im Mundraum oder Intimbereich (Aphthen).

Entzündungsfördernde Botenstoffe blockieren

Die Ursache chronisch-entzündlicher Erkrankungen liegt im Immunsystem. Dieses ist zwar lebenswichtig für den Menschen, doch kann sich in seltenen Fällen auch gegen den eigenen Körper richten. Im Fokus stehen hierbei die entzündungsfördernden Botenstoffe, die Zytokine. Besonders ein Zytokin spielt bei chronisch-entzündlichen Erkrankungen, wie rheumatoider Arthritis, eine wichtige Rolle: der Tumornekrosefaktor-alpha (TNF-alpha). Durch den Einsatz spezieller monoklonaler Antikörper, den sogenannten TNF-alpha-Blockern, kann der Botenstoff jedoch neutralisiert werden, wodurch die Entzündungsreaktion günstig beeinflusst wird.

Ein weiterer Ansatz zur Behandlung chronisch-entzündlicher Erkrankungen, wie Psoriasis, Psoriasis-Arthritis oder dem Behçet-Syndrom, sind PDE-4-Hemmer. Der Wirkstoff blockiert das Enzym Phosphodiesterase 4 (PDE-4). Dieses fördert Entzündungen, indem es einen bestimmten Botenstoff, das cAMP, in der Zelle abbaut. Wird PDE-4 gehemmt, steigt die cAMP-Konzentration in den Zellen. Dadurch wird wiederum die Neubildung von TNF-alpha und anderen entzündungsfördernden Zytokinen reduziert und die Entzündung abgeschwächt.

Weitere Informationen finden Sie unter www.diagnose-psoriasis.de und www.behcetverstehen.de .

Patientenmaterialien zum Thema chronisch-entzündliche Erkrankungen bestellen